Schulraumerweiterung in Vitznau: Empfehlung der Bildungskommission

1. Mai 2026

An einer Informationsveranstaltung zum Masterplan Vitznau am 30. März 2026 wurden die Teilnehmenden über den aktuellen Stand der Planung zur Schulraumerweiterung orientiert. Dabei zeigte sich deutlich: Der Bedarf an zusätzlichem Raum ist in mehreren Bereichen ausgewiesen.

Vertreterinnen und Vertreter der Tagesstrukturen, der Musikgesellschaft, des Hausdienstes sowie der Bildungskommission meldeten sich zu Wort und waren sich einig, dass die bestehenden Platzverhältnisse langfristig nicht ausreichen. Gleichzeitig wurde betont, dass Investitionen sinnvoll, nachhaltig und den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde angepasst sein müssen.

Aus Sicht der Bildungskommission stehen insbesondere die Kinder und Jugendlichen im Zentrum. Sie seien die Zukunft der Gemeinde, hiess es, indem sie später Vereinsarbeit und Freiwilligenengagement übernehmen, Steuern zahlen oder einen lokalen Betrieb führen. Eine aktuelle Bevölkerungsprognose zeigt, dass die Zahl der Lernenden in den kommenden vier bis sechs Jahren stabil bleibt. Danach ist –aufgrund mehrerer Bauprojekte –ein Anstieg auf bis zu 130 Schülerinnen und Schüler längerfristig möglich.

Die Qualität der Schule spielt dabei eine zentrale Rolle. Familien entscheiden sich heute vermehrt für ihren Wohnort aufgrund des Bildungsangebots. Die kürzlich abgeschlossene externe Evaluation der Schule Vitznau bescheinigte dieser ein sehr gutes Resultat. Um dieses Niveau halten zu können, seien zeitgemässe räumliche Bedingungen notwendig. Die entsprechenden Vorgaben für einen modernen Unterricht werden vom Kanton definiert.

Zusätzliche Anforderungen ergeben sich zudem aus dem kantonalen Projekt «Schule für Alle», welches bis 2035 umgesetzt sein muss. Dieses bringt weitere personelle, strukturelle und räumliche Bedürfnisse mit sich, auf die bereits jetzt reagiert werden soll. Auch im Hinblick auf den Fachkräftemangel sei ein attraktives Arbeitsumfeld für Lehrpersonen, Mitarbeitende der Tagesstrukturen und des Hausdienstes ein wichtiger Standortfaktor.

Neben der Schule benötigen auch verschiedene Vereine wie die Musikgesellschaft mehr Platz. Diese Bedürfnisse könnten mit einer Schulraumerweiterung koordiniert und langfristig gelöst werden. Die Bildungskommission verfolgt die Schulraumerweiterung unabhängig von einer allfälligen Feuerwehr-Auslagerung.

Nach Abwägung der baulichen Beurteilung durch die Firma Batimo, der Bevölkerungsprognosen sowie der ausgewiesenen Bedürfnisse verschiedener Nutzergruppen spricht sich die Bildungskommission für die Umsetzung der Schulraumerweiterung aus. Diese umfasst unter anderem sichere Fluchtwege, die Umsetzung des bewilligten Raumprogramms der Schule, die Integration der heutigen Pavillon-Räume zurück ins Schulhaus, eine klare Trennung der Tagesstrukturen vom Musiksaal sowie zweckmässige Räumlichkeiten für den Hausdienst.

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