Positiver Rechnungsabschluss dank hohen Sondersteuern

Die Gemeinde Vitznau erzielte im Jahr 2018 einen Überschuss von 468'543 Franken, budgetiert war ein Ergebnis von 16'891 Franken. Dieser Abschluss ist nicht mehr vergleichbar mit den Rekordresultaten der beiden Vorjahre, als Ergebnisse von mehr als 2 Mio. Franken erzielt wurden.

Ertragreiche Sondersteuern

Dass überhaupt ein positives Ergebnis ausgewiesen werden kann, ist vor allem den gegenüber dem Budget höheren Einnahmen bei den Handänderungs- (+ 247'000 Franken), Grundstückgewinn- (+ 49'000 Franken) und den Erbschaftssteuern (+ 601'000 Franken) zu verdanken.

Mindereinnahmen bei den ordentlichen Steuern

Bei den Gemeindesteuern ergaben sich gegenüber dem Vorjahr Mindereinnahmen von fast 1.3 Mio. Franken, was einem Rückgang um 20.6 % entspricht. Die Steuern der juristischen Personen gingen um rund 0.8 Mio. Franken zurück, der Rest entfiel hauptsächlich auf gegenüber dem Vorjahr geringere Steuernachträge für frühere Jahre.

Abweichungen bei Aufwandpositionen

Bei den verschiedenen Aufgabenbereichen ergaben sich Nettokosten, welche gesamthaft rund 5 % über den budgetierten Vorgaben lagen. Die Budgetierung erwies sich in einigen Bereichen als zu optimistisch. Zudem kam es bei einigen nicht direkt beeinflussbaren Positionen (z.B. Prämienverbilligungen, Einnahmen Baubewilligungsgebühren) zu unvorhergesehenen Verschlechterungen. Ebenfalls wurden mehrere im Investitionsbudget 2019 enthaltene und hauptsächlich für das neue Jahr geplante Projekte zeitlich etwas vorgezogen, was im Jahr 2018 ebenfalls zu nicht budgetierten Kosten führte.

Investitionsbudget nicht ausgeschöpft

Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr gesamthaft netto 529'714 Franken. Sie lagen damit rund 39 % unter dem budgetierten Wert von 868'000 Franken. Dies ergab sich hauptsächlich, weil beim Projekt der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung im oberen Teil der Unterwilenstrasse eine beträchtliche Budgetunterschreitung zu verzeichnen war und gewisse Belagsarbeiten erst später ausgeführt werden. Diese sind für 2019 wiederum im Investitionsbudget enthalten.

Neu bewertetes Eigenkapital

Die Nettoverschuldung verblieb mit 1'728 Franken pro Einwohner ziemlich konstant. Gemäss HRM2 ergibt sich aufgrund der Neubewertung des Finanzvermögens allerdings ein Nettofinanzvermögen pro Einwohner von 3'227 Franken. Das Eigenkapital beträgt per 31.12.2018 rund 6.7 Mio. Franken. Nach den Bewertungsanpassungen gemäss HRM2 wird es neu rund 21.7 Mio. Franken betragen. Im Hinblick auf die Herausforderungen, falls die AFR18 in Kraft treten würde, ist es vorteilhaft, dass die Gemeinde über sehr vorteilhafte Bilanzverhältnisse verfügt.

Gemeindeversammlung vom 27. Mai 2019

Die Jahresrechnung 2018 wird der Gemeindeversammlung vom 27. Mai 2019 zur Genehmigung unterbreitet. Die Aktenauflage erfolgt ab dem 10. Mai 2019.


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