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Rubrik: Medienmitteilungen

Gesetzesänderungen im 2019

Der Kanton Luzern führt im Jahr 2019 verschiedene Gesetzesänderungen ein. Anbei eine Auswahl der wichtigsten Anpassungen:

Erneuerbare Energien

Das totalrevidierte Energiegesetz des Kantons Luzern trat per 1. Januar 2019 in Kraft. Es stärkt die Nutzung erneuerbarer Energien und energieeffizienter Technologien. Bei neuen Häusern muss ein Teil des Stroms selber erzeugt werden. Die Neuinstallation von zentralen Elektroheizungen wird verboten und für neue Wohn-, Verwaltungs- und Schulgebäude muss ein Energieausweis erstellt werden. Ebenso können Grossverbraucher wie Industriebetriebe dazu verpflichtet werden, ihren Energieverbrauch zu analysieren und optimieren.

Umsetzung Energiestrategie 2050

Diese ökologischen Massnahmen sind auch wirtschaftlich sinnvoll: Eine sparsamere und effizientere Energienutzung senkt die Energiekosten. Das neue Energiegesetz schafft die Grundlage für die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes.

Mehr Informationen zum Energiegesetz des Kantons Luzern gibt es unter folgendem Link: https://uwe.lu.ch/Energiegesetz.


Aufhebung Kaminfegermonopol

Anstelle des Kaminfegermonopols gilt neu ein Bewilligungsmodell. Hausbesitzer können frei unter den Dienstleistern auswählen, sofern diese über eine kantonale Bewilligung verfügen. Die Ausführung der Kaminfeger-Arbeiten bleibt nach wie vor eidgenössisch diplomierten Kaminfegermeistern oder Personen mit einem als gleichwertig anerkannten ausländischen Diplom vorbehalten. Mit der Abschaffung des Monopols werden die Tarife für Kaminfegerarbeiten nicht mehr staatlich vorgeschrieben.

Festlegung Feuerwehrersatzabgabe

Zudem können die Gemeinden mit einer weiteren Gesetzesanpassung mehr Einnahmen aus der Feuerwehrersatzabgabe generieren. Die Gesetzesänderung im Bereich Feuerwehrersatzabgabe trat per 1. Januar 2019 in Kraft, die Aufhebung des Kaminfegermonopols gilt per 1. Juli 2019.


Neues Zentrum für Sozialversicherungen "WAS - Wirtschaft Arbeit Soziales"

Die Ausgleichskasse Luzern, die IV-Stelle Luzern und die Aufgaben der kantonalen Dienststelle Wirtschaft und Arbeit werden per 1. Januar 2019 im Sozialversicherungszentrum «WAS Wirtschaft Arbeit Soziales» zusammengefasst. Dadurch können Synergien genutzt werden und die bereits heute hohe Kundenfreundlichkeit kann weiter ausgebaut werden. Die Leistungen für die Klientinnen und Klienten bleiben gleich.

Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die häufig mit allen drei Stellen zu tun haben, erleichtert die Zusammenlegung die Zusammenarbeit. Zudem wird mit dem Gesetz über das Sozialversicherungszentrum die Möglichkeit geschaffen, weitere Dienstleistungen für den Kanton Luzern und andere Kantone zu erbringen.

Das neue Sozialversicherungszentrum ist eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit eigener Rechtspersönlichkeit. Die strategische Führung des Sozialversicherungszentrums nimmt der Verwaltungsrat wahr, das operative Geschäft wird von der Geschäftsleitung geführt. Der Regierungsrat hat die Oberaufsicht.

Die Postadressen und die E-Mail-Adressen wurden angepasst. Für weitere Informationen wird auf die neue Website https://www.was-luzern.ch/ oder Telefon 041 369 08 00 (neue Zentrale) verwiesen oder können dem Flyer entnommen werden, welcher auf der Website der Gemeinde Vitznau aufgeschaltet ist.


Landwirtschaft im Berggebiet

Die Gewerbegrenze für landwirtschaftliche Betriebe im Berggebiet wird gesenkt. Damit erhöht sich im Berggebiet die Bewilligungsfähigkeit von Bauten und Anlagen zu Wohnzwecken und für nichtlandwirtschaftliche Nebenbetriebe. Von den rund 1'500 Landwirtschaftsbetrieben im Berggebiet erreichen 134 Betriebe neu den Gewerbestatus (+ 9 Prozent). In vielen Fällen wirkt sich dies existenzsichernd aus.


Förderprogramm Energie 2019

Kanton unterstützt den Ersatz alter Heizungen finanziell

Im Kanton Luzern werden zwei Drittel aller Gebäude mit fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Erdgas beheizt. Diese Heizungen belasten das Klima. Mit Fördermitteln aus der CO2-Abgabe des Bundes auf fossile Brennstoffe schafft der Kanton finanzielle Anreize, bestehende Öl-, Gas- oder Elektroheizungen durch eine Wärmepumpe zu ersetzen. Damit wird das bestehende Förderprogramm um eine wichtige Massnahme erweitert.

Förderprogramm für Heizungsersatz

Der Kanton Luzern erweitert ab 1. Januar 2019 sein Förderprogramm mit Förderbeiträgen für den Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Wärmepumpen. Im Kanton Luzern wird heute eine fossile Heizung in zwei von drei Fällen wieder mit einer fossilen Heizung ersetzt. Der Einbau einer Wärmepumpe jedoch ist klimafreundlicher und in den meisten Fällen einfach realisierbar. Angesichts höherer Investitionskosten scheuen viele Hauseigentümer beim Heizungsersatz den Wechsel zu einer Wärmepumpe. Mit den Fördergeldern kann diese Hürde gesenkt werden. «Wir schaffen damit einen Anreiz für Hausbesitzer und ermöglichen dem Gewerbe, mit umweltschonender Technologie Wertschöpfung zu erzielen», sagt Regierungspräsident Robert Küng, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements.

Unterschiedliche Förderbeiträge

Eine Wärmepumpe nutzt Umweltwärme zum Heizen. Je wärmer die Wärmequelle, umso effizienter kann die Wärmepumpe betrieben werden. Umweltwärme aus dem Untergrund, aus Grund- oder Seewasser ist höherwertig als jene aus der Aussenluft. Die Nutzung der höherwertigen Wärmequellen erfordert aber auch höhere Investitionen, da eine Bohrung durchgeführt werden muss.

Entsprechend gibt es zwei unterschiedliche Fördersätze: Der Basisbeitrag für eine Aussenluft-Wärmepumpe beträgt 2500 Franken, jener für eine Anlage, welche eine höherwertige Wärmequelle (Erdwärme oder Grundwasser) nutzt 4000 Franken. Zusätzlich wird ein Leistungsbeitrag vergütet. Er richtet sich nach der installierten thermischen Nennleistung und beträgt 100 Franken für die Aussenluft-Wärmepumpe bzw. 300 Franken pro Kilowatt für die anderen Wärmequellen.

In fünf Schritten zum Fördergeld

Fördergelder können nur in Anspruch genommen werden, wenn es sich um die Hauptheizung des Gebäudes handelt und eine bestehende Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung ersetzt wird. Der Ersatz von alten Elektroheizungen wird ebenfalls gefördert, weil Wärmepumpen gegenüber herkömmlichen Elektroheizungen einen viel besseren Wirkungsgrad aufweisen. Die geförderten Anlagen müssen genau definierten Qualitätskriterien genügen. Neben dem Heizungsersatz werden alle bestehenden Fördermassnahmen, allen voran die Sanierung der Gebäudehülle, weitergeführt.

1. Informieren Sie sich über das genaue Vorgehen

Kontaktieren Sie die Energieberatungsstelle oder informieren Sie sich unter www.energie-zentralschweiz.ch.

2. Planen Sie den Heizungsersatz

Kontaktieren Sie eine Fachperson für die Planung des Heizungsersatzes. Nutzen Sie den GEAK Plus als Entscheidungshilfe für Ihren Heizungsersatz. Eine Liste der GEAK-Experten finden Sie unter www.geak.ch.


3. Reichen Sie Ihr Fördergesuch ein

Die Eingabe des Gesuchs erfolgt elektronisch über das Gesuchsportal des Kantons. Alle Details und ein Erklärvideo für die Eingabe finden Sie unter www.energie-zentralschweiz.ch.
 
4. Ersetzen Sie Ihre Heizung

Sie haben nach Erhalt der Förderzusage zwei Jahre Zeit (im Kanton Uri: drei Jahre), die Sanierung abzuschliessen.


5. Erhalten Sie Ihr Fördergeld

Reichen Sie nach Abschluss der Sanierungsarbeiten das Abschlussformular bei Ihrem Kanton ein – die Auszahlung des Fördergeldes wird ausgelöst.

 

Übersicht Förderprogramm Energie 2019 im Kanton Luzern

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