Aktuelles

Rechnungsabschluss 2017 - Substanz für die Zukunft

Die Jahresrechnung 2017 der Einwohnergemeinde schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 2'125'989 Franken ab. Gegenüber dem Budget wiederum markant höhere Steuereinnahmen sowohl bei den ordentlichen Steuern als auch bei den Sondersteuern (Handänderungs-, Grundstückgewinn- und Erbschaftssteuern) führten zu diesem ausserordentlichen positiven Ergebnis. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 727'814 Franken (Vorjahr 432'142 Franken). Nach erfolgten ordentlichen Abschreibungen im Betrag von 420'500 Franken beträgt die Nettoschuld pro Einwohner/in noch 1'730 Franken (Vorjahr 2'956 Franken, im 2015 4'939 Franken). Gemeinderat und Rechnungskommission beantragen der Gemeindeversammlung vom 28. Mai 2018 folgende Gewinnverwendung: Steuerrabatt von 1/10 auf 1.30 Einheiten für das Jahr 2018, Restbetrag als Einlage in das Eigenkapital. Das Eigenkapital wächst dadurch auf 6.237 Mio. Franken an.

Erfolgsrechnung im Hoch

Nach 2015 und 2016 kann der Gemeinderat auch für das Jahr 2017 erneut ein äusserst positives Rechnungsergebnis präsentieren. Die laufende Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 7'435'101 Franken und einem Ertrag von 9'561'090 Franken mit einem Ertragsüberschuss von 2'125'989 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 205'853 Franken. Zu diesem äusserst erfolgreichen Geschäftsjahr trugen unter anderem die Mehreinnahmen bei den ordentlichen Steuern von 770'000 Franken und die Mehreinnahmen bei den Nachträgen früherer Jahre von 630'438 Franken bei.

Ergiebige Sondersteuern

Bei den veranlagten Handänderungs-, Grundstückgewinn- und Erbschaftssteuern konnten gegenüber dem Budget Mehreinnahmen von 708'564 Franken verbucht werden. Naturgemäss lassen sich die Einnahmen bei den Sondersteuern jeweils schwierig abschätzen und budgetieren. Aufgrund der vom Grundbuchamt gemeldeten Händerungen wurden 47 Veranlagungsentscheide bearbeitet, welche eine Handänderungssteuer von 224'619 Franken auslösten (Anteil Gemeinde). Bei den Grundstückgewinnsteuern waren es 49 Entscheide, die mit einem Steuerertrag von 631'114 Franken veranlagt werden konnten (Anteil Gemeinde). Bei den Erbschaftssteuern konnten insgesamt 207'831 Franken (Anteil Gemeinde) verbucht werden. Bei allen drei Sondersteuern wurde die Budgetvorgabe wesentlich übertroffen.

Steuerabrechnung 2017

Gemäss Steuerabrechnung 2017 beläuft sich der Steuerertrag des laufenden Jahres auf insgesamt 4'820'957 Franken. Davon entrichten unbeschränkt Steuerpflichtige natürliche Personen 3'250'923 Franken oder rund 67.45 Prozent. Der Anteil der selbständig Erwerbenden berechnet sich auf 252'165 Franken (5.20 Prozent). Die juristischen Personen inkl. beschränkt Steuerpflichtige partizipieren am gesamten ordentlichen Steuerertrag mit 1'317'869 Franken oder 27.35 Prozent.

Abschreibungen und Finanzausgleich

Die ordentlichen Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen sind in der Rechnung 2017 mit 420'500 Franken ausgewiesen. Mit der Zunahme der Investitionstätigkeit wird auch der Abschreibungsbedarf weiter ansteigen. Die Zahlung aus dem kantonalen Finanzausgleich (Ressourcenausgleich) beläuft sich einerseits auf 213'847 Franken, andererseits zahlt die Gemeinde Vitznau aufgrund der verbesserten Finanzkraft der vergangenen Jahre einen Lastenausgleich von 100'558 Franken in den kantonalen Topf. In den nächsten Jahren ist mit einem noch höheren Lastenausgleich zu rechnen.

Investitionen in die Infrastruktur

Die Nettoinvestition im 2017 lag mit 727'814 Franken im Vergleich zum Vorjahr um einiges höher. Im 2016 betrug diese 432'142 Franken. Wichtige Investitionen in Infrastrukturen unserer Gemeinde wie die Zwischennutzung im Parkplatz Zberg, Leitungssanierungen der Wasserversorgung und für die Abwasserbeseitigung oder die umweltgerechte Sanierung des ehemaligen Kugelfangs konnten im letzten Jahr getätigt werden.

Verschuldung weiter abgebaut

Dank der guten Ertragslage kann die finanzielle Lage weiter konsolidiert und die Verschuldung abgebaut werden. In den sieben Jahren (2011 bis 2017) hat die Gemeinde Investitionen in die Infrastruktur von brutto 13.351 Mio. Franken getätigt, was jährlich einem Durchschnitt von rund 1.9 Mio. Franken entspricht. Dank der sehr guten Steuererträge und der damit verbundenen hohen Liquidität konnten die Nettoschulden in den letzten Jahren reduziert werden (von 6.6 Mio. Franken im 2015 auf 2.4 Mio. Franken im 2017). Damit beträgt die Nettoschuld pro Einwohner/in per 31. Dezember 2017 noch 1'730 Franken (Vorjahr 2'956 Franken). Gemäss Vorgabe des Kantons betrug das kantonale Mittel der Pro Kopf-Verschuldung im Vorjahr 1'970 Franken. Je tiefer die Nettoverschuldung pro Einwohner ist, desto mehr Spielraum erhält die Gemeinde, um in Zukunft Investitionen und Gemeindeentwicklungsprojekte finanzieren zu können.

Verwendung Ertragsüberschuss mit Steuerrabatt für das Jahr 2018

Vom ausgewiesenen Ertragsüberschuss für das Jahr 2017 von 2'125'989 Franken soll ein Teil wieder zurück an die Steuerzahlenden fliessen. Gemeinderat und Rechnungskommission schlagen der Gemeindeversammlung vom 28. Mai 2018 daher vor, für das Jahr 2018 einen Steuerrabatt von 1/10 Einheit oder rund 350'000 Franken zu gewähren. Damit kann die Gemeindesteuer auf 1.30 Einheiten gesenkt werden. Die verbleibenden 1'775'989 Franken werden dem Eigenkapital zugewiesen.

Spielraum für Entwicklungsprojekte

Auch mit dem Steuerrabatt bleiben der Gemeinde noch genügend Mittel zur Verfügung, um in nächster Zeit in die Gemeindeinfrastruktur und -projekte investieren zu können. Gesamthaft gesehen zeigt sich für unsere Gemeinde somit dank den ausserordentlich hohen Steuererträgen und der gewohnten Ausgabendisziplin auch für die kommenden Jahre eine solide Finanzlage. Die finanzielle Substanz für eine dynamische Zukunft für unser Bergdorf am See ist je denn mehr vorhanden.

Genehmigung der Rechnung

Die Rechnungskommission hat die Buchführung und die Jahresrechnung 2017 eingehend geprüft. Sie bestätigt die Richtigkeit und Vollständigkeit der Abrechnungen.

Details der Rechnung finden Sie unter folgendem >> Link <<.

zurück - Druckversion