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Rubrik: Medienmitteilungen

Sanierung Kugelfang

Die Bauarbeiten zur Sanierung Kugelfang beginnen am Montag, 23. Oktober 2017. Das Ingenieurbüro Holinger wird die Sanierungsarbeiten begleiten und überwachen. Die Immobilien Bühl AG als Grundeigentümerin der Landwirtschaftsfläche verlangt eine tägliche Entschädigung für die Inanspruchnahme ihrer Grundstückfläche für die Erstellung einer temporären Baupiste. Die Stockwerkeigentümerschaft Bühl als Ei­gentümerin der bestehenden Privatstrasse hat dem Projektteam ohne eine finanzielle Abgeltung für die Verwendung ihrer Privatstrasse zugestimmt.

 

Die Ausführung der Sanierung, d.h. der gesamte Aushub der belasteten Fläche, wird durch eine Fachperson (Geologe, Fachingenieur) begleitet. Sie ist für die Leitung und Durchführung der Triage gemäss Sanierungsziel verantwortlich und instruiert die Ma­schinisten und die Lastwagenfahrer vor Ort. Die verantwortliche Fachperson arbeitet ausserdem eng zusammen mit den zuständigen Personen für die Massnahmen zum physikalischen Bodenschutz und der Rekultivierung des Kugelfanges. Die Umwelt­fachperson misst die Sohlen der abgetragenen Flächen mit dem mobilen XRF-Gerät unmittelbar nach dem Abtrag, um die weitere Triagierung vornehmen zu können.

Folgende Arbeitsabläufe und Vorgehen bei der Sanierung der Schiessanlage werden ausgeführt:

  • Rodung der zu sanierenden Flächen
  • Anlegen einer Baupiste vom bestehenden Spazierweg Plattenbänkli bis zum Scheibenstand
  • Bereitstellen eines Zwischelagerplatzes beim Scheibenstand und unterhalb des Sportplatzes
  • Sanierung der belasteten Flächen vom Kugelfangwall, Zwischenlagerung des belasteten Aushubnaterials beim Scheibenstand
  • Zwischentransporte mit Dumper des belasteten Materials unterhalb des Sportplatzes
  • Auflad und Abtransport Aushubmaterial ab Zwischenlagerplatz unterhalb des Sportplatzes auf eine Deponie
  • Rückbau Scheibenstand bis 80cm unter Terrain
  • Rekultivierung der sanierten Flächen gemäss FSK Rekultivierungsrichtlinien
  • Rückbau Baupisten

Die Baupiste zwischen dem Zubringerweg und dem Kugelfang wird auf dem beste­henden Oberboden erstellt. Je nach Maschineneinsatz wird ein reissfestes Geotextil mit einer 10 – 30 cm mächtigen Kiesschicht aufgetragen. Dieser Abschnitt der tem­porären Baupiste darf nur von Raupenbaggern benützt werden, um die physikali­schen Belastungen des Bodens möglichst gering zu halten. Das belastete Aushub­material des ehemaligen Kugelfanges wird auf die Scheibenstandfläche und den vor­gelagerten Hangfuss geschüttet, dann mit dem Dumper unterhalb des Sportplatzes geführt und dort auf die Lastwagen verladen. Am Hangfuss wird ein reissfestes Ge­otextil aufgetragen. Die Zwischendepots sind bei nasser Witterung mit Bauplastik abzudecken. Beim unteren Lagerplatz wird das Aushubmaterial in Triagemulden oder Zwischenhäufen deponiert.

Die Bauarbeiten konnten an die Firma Schelbert AG, Muotathal, vergeben werden, da diese das wirtschaftlich günstigste Angebot eingereicht hat. Die Firma Schel­bert AG verfügt über eine eigne Deponieanlage. Die Sanierungsdauer beträgt ca. 3 Wochen bei idealer und trockener Witterung.

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