Aktuelles

Aktueller Planungsstand Erschliessung Vorderbergen

Der Gemeinderat steht schon seit längerer Zeit in Kontakt mit den zuständigen Stellen beim Kanton und Bund, damit das Berggebiet Vorderbergen künftig mit einer Strasse erschlossen werden kann. Die überarbeitete "Machbarkeitsstudie 2016" befindet sich seit Frühling 2017 bei der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK) zur Prüfung. Sobald die Stellungnahme der ENHK vorliegt, wird das weitere Vorgehen geplant werden können.

Langjähriges Postulat

Ziel der Erschliessung Vorderbergen ist, alle landwirtschaftlichen Liegenschaften im Berggebiet Vorderbergen mit einer zweckdienlichen und zeitgemässen Güterstrasse zu erschliessen. Diese Zielvorgabe wird sowohl von den betroffenen Landwirten als auch vom Gemeinderat als vordringlich erachtet. Für die langfristige Sicherstellung der Hofbewirtschaftung im Gebiet Vorderbergen ist aus der Sicht des Gemeinderates und der Berglandwirte nur eine Strassenverbindung ab dem Dorf eine nachhaltige Lösung. Eine Etappierung würde nur dann einen Sinn machen, wenn die einzelnen Liegenschaften miteinander und mit dem Dorf verbunden werden könnten.

Erste Beurteilung der ENHK

Die letzte Begehung mit der ENHK fand im April 2015 statt. Für die angestrebte bessere Erschliessung der Landwirtschaftsbetriebe im Berggebiet Vorderbergen ist nach Lösungen zu suchen, die deutlich geringere Auswirkungen auf Natur und Landschaft aufweisen. Die Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2014 ist daher entsprechend zu überarbeiten. Zudem hat die ENHK empfohlen, ein Bewirtschaftungskonzept für das Gebiet Vorderbergen zu erarbeiten, das sich an den naturräumlichen Möglichkeiten orientiert, die eine eher extensive Nutzung nahelegen.

Suche nach tragbaren Lösungen

Im Gespräch mit den kantonalen Dienststellen und den betroffenen Grundeigentümern wurde nach tragbaren Lösungen gesucht (schlankere Erschliessung, kostengünstigere Ausführung). Die Bedenken der ENHK und die kritische Betrachtung des Kantons im Mitbericht wurden soweit als möglich in die Überarbeitung miteinbezogen. Es wurden verschiedene Varianten untersucht zwecks

Anpassung der Linienführung durch:

  • Reduktion der Landschaftseingriffe (wie Wald, Schutzgebiete)
  • Reduktion der Streckenlängen
  • Nutzung von bestehenden Wegen
  • Reduktion der Einsichtigkeit

Anpassung Erschliessungsstandard durch:

  • Reduktion der Strassenbreite
  • Grössere Längsgefälle
  • Kleinere Kurvenradien
  • Nicht Lastwagen befahrbar (nur Allradfahrzeuge mit Anhänger)

Zweite Stellungnahme ENHK noch offen

Die erste Machbarkeitsstudie aus dem Jahre 2014 wurde gestützt auf die vorerwähnten Rahmenbedingungen überarbeitet. Es wurden letztlich vier Varianten geprüft und einander gegenüber gestellt sowie den kantonalen Dienststellen präsentiert. Gestützt auf die aus den umfangreichen Abklärungen gewonnenen Erkenntnisse hat der Kanton die Machbarkeitsstudie 2016 im Frühling 2017 der ENHK zur Stellungnahme unterbreitet. Sobald diese Stellungnahme vorliegt, wird das weitere Vorgehen mit allen involvierten Parteien festgelegt werden können.

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