Teilausbau und Sanierung Kantonsstrasse

Keine Tunnelvariante oder Brückenlösung

Das zuständige Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern hält in einer Stellungnahme an den Bezirksrat Gersau fest, dass der Kanton Luzern bereits im Jahr 2012 ein umfassendes Variantenstudium durchgeführt habe, das nebst der Sanierung an Ort, eines Neubaus zweier Brückenvarianten auch drei Tunnelvarianten beinhaltet habe.

Die Tunnelvarianten wurden aufgrund der hohen Kosten, insbesondere wegen der langfristigen Unterhaltskosten sowie der Langsamverkehrproblematik, schlecht bewertet. Bei der Beurteilung wurde davon ausgegangen, dass der Tunnel zu 100 % durch den Kanton Luzern zu finanzieren wäre, auf der Schwyzer Seite die bestehende Kantonsstrasse wegen ihrer Erschliessungsfunktion auch bei einer Tunnellösung erhalten bleiben müsste. Eine Brückenlösung könnte mit vertretbaren Kosten realisiert werden, weist aber wegen der Beeinträchtigung des BLN-Objekts ein hohes Projektrisiko auf. Der Kanton Luzern hat sich deshalb für die langfristig günstige Lösung eines Neu-/Ausbaus an Ort entschieden.

Projektoptimierung

Der Kanton Luzern ist sich bewusst, dass eine Totalsperre für die Bewohnerinnen und Bewohner im Einzugsgebiet sehr einschneidende Auswirkungen hat. Deshalb wurde der Bauablauf nach der Vernehmlassung des Bauprojekts im Januar 2017 unter Inkaufnahme von Mehrkosten von rund 1 Million Franken optimiert und von acht auf vier Monate verkürzt.

Flankierende Massnahmen werden geprüft

Wie bereits anlässlich der Orientierungsversammlungen in den Gemeinden Vitznau und Gersau erwähnt, ist der Kanton Luzern weiterhin bestrebt, im Rahmen der Phase "Realisierung" die viermonatige Totalsperre der Kantonsstrasse weiter zu reduzieren. Nebst der weiteren Optimierung des Bauablaufs und der Signalisation werden zurzeit verschiedene flankierende Massnahmen wie eine Notstrasse, die Einrichtung eines Fahrbetriebs und die Optimierung des Schiffersatzes für Pendler während der Totalsperre oder den Einsatz einer mobilen Militärbrücke intensiv geprüft. Diese Abklärungen werden noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Die Einwohnerinnen und Einwohner der beiden Seegemeinden Vitznau und Gersau werden vom BUWD zeitgerecht informiert, sobald weitere Abklärungsergebnisse vorliegen.


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