Einbürgerung von Ausländern

Ordentliche Einbürgerung

Die ordentliche Einbürgerung ist der häufigste Fall im Kanton Luzern.

Zentrale Voraussetzungen für die ordentliche Einbürgerung sind:

  • 10 Jahre Wohnsitz in der Schweiz (Grundsatz mit Ausnahmen)
  • Niederlassungsbewilligung ("C-Ausweis")
  • erfolgreiche Integration
  • Vertrautsein mit den örtlichen Lebensverhältnissen

Das Verfahren gestaltet sich wie folgt: 

  • Einbürgerungswillige Personen holen einerseits das Gesuch um Einbürgerung bei der Gemeinde ab oder bestellen dieses Online und reichen das vollständig ausgefüllte Gesuch inkl. Beilagen bei der Gemeinde ein.
  • Die Gemeinde prüft das Gesuch formell und materiell.
  • Die Gemeindeversammlung sichert bei positiver Beurteilung das Gemeindebürgerrecht zu.
  • Der Bund erteilt die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung.
  • Der Kanton erteilt das Kantonsbürgerrecht.

Erst wenn alle drei Stellen das Gesuch positiv beurteilt haben, werden die Gesuchstellenden Schweizerinnen und Schweizer.

Zwingend benötigte Unterlagen:

  • Gesuch um Einbürgerung vollständig ausgefüllt >> Online bestellbar
  • Auszug aus dem Schweizerischen Personenstandsregister >> erhältlich beim Zivilstandsamt Luzern
  • Sämtliche Wohnsitzbestätigungen mit Angabe der jeweiligen Aufenthaltsbewilligung
  • Strafregisterauszug >> Online oder am Postschalter bestellbar
  • Betreibungsregisterauszug >> Betreibungsamt Weggis-Greppen-Vitznau
  • Nachweis Deutschkenntnisse (falls Muttersprache nicht deutsch ist und auch weniger als 5 Jahre obligatorische Schule in der Deutschschweiz besucht wurde) >> Fide Sprachnachweis
  • Passkopie/n
  • Kopie Niederlassungsbewilligung C
  • allfällige weitere Unterlagen

Die Gemeinde kann eine Vorschusszahlung verlangen.

Weitere kantonale Informationen über die ordentliche Einbürgerung >>
Weitere eidgenössische Informationen über die ordentliche Einbürgerung >>


 

Erleichterte Einbürgerung

Das Verfahren für die erleichterte Einbürgerung läuft über das Bundesamt für Migration beim EJPD. Das Amt für Gemeinden ist die Drehscheibe für das Einverlangen verschiedener Unterlagen im Auftrag des Bundes.

Bestimmungen für die erleichterte Einbürgerungen von Schweizer Ehepartnern ist wie folgt:

Personen, die sich erleichtert einbürgern lassen möchten, müssen in der Schweiz wohnhaft und mindestens drei Jahre mit einem/einer Schweizer/in verheiratet sein. Sie haben fünf Jahre in der Schweiz gelebt; wovon sie das letzte Jahr vor der Einbürgerung in der Schweiz verbracht haben.

Das Vorgehen ist wie folgt:

  • Für die erleichterte Einbürgerung in der Schweiz muss ein Gesuch an das Staatssekretariat für Migration (SEM) gestellt werden. Das entsprechende Formular ist Online bestellbar oder am Schalter unserer Gemeindekanzlei zu beziehen. Das vollständig ausgefüllte Formular inkl. Beilagen ist dem SEM per Post zuzustellen.
  • Das SEM prüft das Gesuch und schickt es in der Folge an die Abteilung Gemeinden weiter.
  • Die Abteilung Gemeinden holt die Akten des Amtes für Migration und einen Erhebungsbericht bei der Luzerner Polizei ein. Die Polizei führt ein Einbürgerungsgespräch mit den Gesuchstellenden durch. Dabei werden insbesondere auch Aspekte der Integration und Kenntnisse der Schweiz geprüft (vgl. Fragebogen).
  • Nach der Überprüfung werden die gesamten Unterlagen an das SEM retourniert.
  • Nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erhält die Abteilung Gemeinden den rechtskräftigen Entscheid. Diesen leitet es zur endgültigen Registrierung im Zivilstandsregister an das Zivilstandsamt der neuen Schweizer Heimatgemeinde weiter.
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