3. Schulgeschichte

1643

Schon seit 1643 soll in Vitznau durch die Kaplane unterrichtet worden sein, über die Zeit vor 1780 ist aber nichts bekannt.

1780

Bernhard Zimmermann, Höfli, begann, öffentlich Schule zu halten. Es gab noch kein Obligatorium. 15 Kinder besuchten die Schule im Reimenstubeli, später im Höfli. Die Ausbildung beschränkte sich auf das Lesen und hing, da es keine Lehrerseminarien gab, von den Kenntnissen des Lehrers ab. Das Lehrergehalt war bescheiden: Jedes Kind musste jeden Samstag einen Batzen mitbringen. Die Bevölkerung hatte wenig Interesse an der Schule; wer genügend Geld besass, sandte die Kinder in eine Privatschule nach Küssnacht.

1796

Die Schule kam in ein seewärts gelegenes Kellerlokal des Kaplanenhauses. Der Hauptverdienst galt dem ersten Pfarrer von Vitznau, Josef Eicher von Schüpfheim. Drei Schwestern des Ursulinerordens, die aus Luzern vertrieben worden waren, fanden beim Pfarrer Unterkunft und führten die Schule.

1821

Die Gemeinde kaufte das Neuhaus (heute Gasthaus „Rütli“) und richtete es als erstes Schulhaus ein. 1835 wurde es abgerissen und neu aufgebaut: Im ersten Stock war die Schulstube, im oberen Stock die Lehrerwohnung.

1830 – 1860

Das Erziehungsgesetz von 1830 erklärte die Gemeindeschulen für obligatorisch und schrieb obligatorische Lehrmittel vor. Die Lehrpersonen mussten Seminarschulen und Kurse besuchen. Bis zum Frühjahr 1832 fand die Schule nur im Winter statt, dazu kamen vier Wochen Wiederholungsschule im Sommer. Die Schülerzahlen stiegen dann rasch an: 1850: 60 Winter- und 35 Sommerschüler; 1860: 82 Schüler (für einen Lehrer in einem Zimmer).

1862

Im zweiten Stock wurde ein neues Schulzimmer eingerichtet und die Schüler wurden auf zwei Lehrkräfte aufgeteilt.

1891

Die Gemeinde baute ein neues Schulhaus mit vier Schulzimmern (drei Primarschul­zimmer für je zwei Klassen und ein Arbeitsschulzimmer).

1952

Vitznau bekam eine eigene Sekundarschule (zuvor in Weggis). Die Arbeitsschule machte dafür das vierte Schulzimmer frei und zog in die Reimenegg.

1962

Die Gemeinde traf mit Weggis ein Abkommen, dass die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklasse, Hauswirtschafts- und Hilfsschule den Unterricht in Weggis besuchen. Ein gemeindeeigener Schulbus besorgte den Transport.

1964 – 1968

Schulhausneubau: Im neuen Gebäude waren alle Schulzweige (Primar-, Sekundar-, Arbeitsschule, Kindergarten) vereint, es kamen auch eine Turnhalle, Bibliothek, ein Singsaal und Lehrerzimmer hinzu. Auch die Gemeindekanzlei und die Feuerwehr zogen in den Neubau um. Die offizielle Einweihung fand im Mai 1968 statt.

1975

Gründung Musikschule Weggis-Vitznau.

1981

Aufhebung der Sekundarschule, ganze Sekundar- und Realschule in Weggis.

1993/4

Erweiterungsbau mit neuen Schulzimmern und Singsaal, Umbau der Turnhalle.

2005

Bau eines neuen Kinderspielplatzes.

2010

Ausbau des Schulhauses wird geprüft.

2012 - 2013

Schulhaussanierung. Während dieses Jahres wurden oberhalb vom Sportplatz Container als Schulzimmer aufgestellt.
2013

Auf Beginn des Schuljahres 2013/2014 kann das neu renovierte Schulhaus bezogen werden.

Heute

Die Kinder der Primarschule (Kindergarten bis 6. Klasse) werden in Vitznau unterrichtet. Nach der 6. Klasse besuchen sie die Kooperative Sekundarschule in Weggis oder das Gymnasium in Immensee oder Luzern und benutzen dazu die öffentlichen Verkehrsmittel.


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