2.2 Evangelisch-reformierte Kirche

Mit der Rigibahn kamen Mitarbeitende und Feriengäste protestantischen Glaubens nach Vitznau. Einer der ersten Protestanten war Maschinenmeister Gottfried Braun, der seit 1871 mit seiner Familie in Vitznau wohnte und bei der Rigibahn arbeitete. Zusammen mit dem Feriengast Kaufmann-Neukirch, Bankier aus Basel, und mit Josef Fellmann, Rigibahndirektor und Präsident des Kurvereins Vitznau, ersuchte Braun den Gemeinderat, protestantische Gottesdienste feiern zu dürfen.

1896

Erster evangelisch-reformierter Gottesdienst im Arbeitsschulzimmer, Aufbau der Kirchengenossenschaft unter dem Präsidium von Braun und dank der Unterstützung von Kurgästen sowie der Basler Missionsgesellschaft.

1903/4

Genehmigung zum Bau der Markus-Kirche auf einem von Braun erworbenen Grundstück. Einweihung am 05.06.1904.

1906 - 1930er

In der Kirche fanden auch anglikanische Gottesdienste statt.

1927

Erste Predigt einer Frau: Marie Speiser wurde nicht nur als erstes reformiertes Kind in Vitznau getauft, sondern war auch eine der ersten Theologinnen der Schweiz.

1935

Namensänderung: Aus der evangelisch-reformierten Kirchengenossenschaft wurde die Protestantenvereinigung Vitznau.

1946

Gründung des Lismerkränzlis und einer Sonntagsschule.

1948

Eigener Kirchensprengel zusammen mit Weggis und Meggen.

1954ff.

Renovation der Kirche mit Aufzug einer dritten Glocke, Einbau einer Orgel.

1979

Schaffung des Kirchensprengels Rigi-Südseite (Greppen, Vitznau, Weggis) unter der Leitung der Kirchenpflege.

1985

Renovation der Kirche: Anbau mit Sakristei und WC-Anlage.

2004

Mit einem Fest für die ganze Bevölkerung wird an Fronleichnam (10. Juni) das 100-Jahr-Jubiläum der Markus-Kirche gefeiert.

2010

Aussen- und Innenrenovation der Kirche.

Zurzeit leben rund 165 Mitglieder der evangelisch-reformierten Teilkirchgemeinde Rigi-Südseite in Vitznau.

 

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