Mit der Rigibahn kamen Mitarbeitende und Feriengäste protestantischen Glaubens nach Vitznau. Einer der ersten Protestanten war Maschinenmeister Gottfried Braun, der seit 1871 mit seiner Familie in Vitznau wohnte und bei der Rigibahn arbeitete. Zusammen mit dem Feriengast Kaufmann-Neukirch, Bankier aus Basel, und mit Josef Fellmann, Rigibahndirektor und Präsident des Kurvereins Vitznau, ersuchte Braun den Gemeinderat, protestantische Gottesdienste feiern zu dürfen.
| 1896 | Erster evangelisch-reformierter Gottesdienst im Arbeitsschulzimmer, Aufbau der Kirchengenossenschaft unter dem Präsidium von Braun und dank der Unterstützung von Kurgästen sowie der Basler Missionsgesellschaft. |
| 1903/4 | Genehmigung zum Bau der Markus-Kirche auf einem von Braun erworbenen Grundstück. Einweihung am 05.06.1904. |
| 1906 - 1930er | In der Kirche fanden auch anglikanische Gottesdienste statt. |
| 1927 | Erste Predigt einer Frau: Marie Speiser wurde nicht nur als erstes reformiertes Kind in Vitznau getauft, sondern war auch eine der ersten Theologinnen der Schweiz. |
| 1935 | Namensänderung: Aus der evangelisch-reformierten Kirchengenossenschaft wurde die Protestantenvereinigung Vitznau. |
| 1946 | Gründung des Lismerkränzlis und einer Sonntagsschule. |
| 1948 | Eigener Kirchensprengel zusammen mit Weggis und Meggen. |
| 1954ff. | Renovation der Kirche mit Aufzug einer dritten Glocke, Einbau einer Orgel. |
| 1979 | Schaffung des Kirchensprengels Rigi-Südseite (Greppen, Vitznau, Weggis) unter der Leitung der Kirchenpflege. |
| 1985 | Renovation der Kirche: Anbau mit Sakristei und WC-Anlage. |
| 2004 | Mit einem Fest für die ganze Bevölkerung wird an Fronleichnam (10. Juni) das 100-Jahr-Jubiläum der Markus-Kirche gefeiert. |
| 2010 | Aussen- und Innenrenovation der Kirche. |
Zurzeit leben rund 165 Mitglieder der evangelisch-reformierten Teilkirchgemeinde Rigi-Südseite in Vitznau.

