1. Ortsgeschichte

Vitznau liegt an der Rigisüdseite und am Vierwaldstättersee. Zusammen mit Weggis und Greppen gehört Vitznau zu den Luzerner Rigigemeinden, die nur über den See mit dem übrigen Kantonsgebiet verbunden sind. Die Gemeinde Vitznau grenzt an die Kantone Schwyz (Gersau, Arth) und Nidwalden (Ennetbürgen).

Die Lage an der Rigiriviera mit dem milden Klima mag zur Vermutung beigetragen haben, dass diese Gegend schon früh besiedelt war. Um dies zu untersuchen, fanden im frühen 20. Jahrhundert Ausgrabungen in der Höhle Steigelfadbalm ob Vitznau statt. Dabei wurden Knochen von Höhlenbären und Höhlenhyänen, Steinwerkzeuge und Feuerstellen gefunden. Erste menschliche Spuren stammen aus der Jungsteinzeit, eine Besiedlung wird seit der Bronzezeit vermutet.

Neben den Funden geben Dokumente Auskunft über die Vergangenheit von Vitznau. Damit findet die Ortsgeschichte im Mittelalter ihre Fortsetzung bzw. ihren Ausgangspunkt: So hält eine Urkunde von 1116 den Aussenbesitz des Klosters Pfäfers fest, zu dem auch Vitznau gehörte. Die Siedlung bildete einen Bestandteil des Amts Weggis, weshalb die Geschichte Vitznaus einige Jahrhunderte mit jener von Weggis verbunden bleibt. Das Amt Weggis stand unter der Vogteiherrschaft der Herren von Hertenstein, Habsburg-Österreich und Ramstein.

1342

Der Name Vitznau wurde erstmals ausdrücklich in einer Urkunde erwähnt.

1359

Weggis, Vitznau und Gersau schlossen sich dem Bund der vier Waldstätten an.

1378

 

1380

Die Weggiser und Vitznauer kauften sich frei,

aber bereits zwei Jahre später erwarb Luzern die Vogtrechte.

14.–16. Jh.

Grenzstreitigkeiten mit Arth und Gersau.

1674

Eine Rüfi verschüttete Teile von Vitznau, v.a. das Altdorf. Dies wurde auf einem Votivbild gezeigt, bei dem es sich um die erste Darstellung des Dorfes handelt.

1798ff.

In der Helvetik setzten zwei Prozesse ein, die bis ins 19. Jahrhundert dauerten: Vitznau löste sich von Weggis ab und die neue Einwohnergemeinde übernahm die Führung von der bisherigen Korporationsgemeinde. Die acht Bürgergeschlechter waren: Küttel, Meier, Müller, Stalder, Waldis, Weibel, Zimmermann, Zurmühle.

1891/4

Bau und Bezug des Schul- und Gemeindehauses (bis 1967).

1914ff.

Die beiden Weltkriege und die Wirtschaftskrisen bedeuteten auch für Vitznau schwierige Zeiten. Hinzu kamen immer wieder schwere Unwetter, die Felsstürze, Erdschlipfe und Überschwemmungen mit sich brachten.

1923

Erster Übersichtsplan der Gemeinde im Massstab 1:5’000.

1980ff.

Vitznau erledigt mehrere Aufgaben zusammen mit Nachbargemeinden, z.B. Alters- und Pflegeheim in Weggis (1980), Abwasserreinigungsanlage in Lützelau (1981), Schutzwaldpflegegenossenschaft, Zivilschutz (2000), Feuerwehr (2003). Das Fusionsprojekt „Vereinigte Seegemeinden“ (2005) wird jedoch nicht weiterverfolgt.

2005

Bildung einer politisch unabhängigen Bürgergruppe.

2006

Zukunftskonferenz der Vitznauer Bevölkerung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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