5. Alltagskultur

Wie gestalten Menschen in Vitznau ihr Leben? Wie wohnen sie, welcher Arbeit gehen sie nach, wie verbringen sie ihre Freizeit? Die Lebensweise in Vitznau ist beeinflusst von der Lage am Rigi und am Vierwaldstättersee, vom milden Klima sowie von der vielseitigen Pflanzen- (u.a. Feigen, Edelkastanien, Palmen) und Tierwelt zu Land und im Wasser. Obwohl es im Verlauf der Geschichte Bergstürze, Erdrutsche und Überschwemmungen gegeben hat, überwiegen die positiven Faktoren, die eine hohe Wohnqualität versprechen. So hat sich mit der Zeit zwischen Bauernhäusern und Villen eine Vielfalt an Wohnformen ergeben: Miet- und Eigentumswohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Ferienwohnungen und –häuser als Zweitwohnsitze.

Wer wohnt darin? Die typische Vitznauerin, den typischen Vitznauer gibt es nicht. Früher waren es vor allem Geistliche, Lehrer, Politiker und Originale, die das Dorf prägten. Mit der Zeit veränderte sich dies und es handelte sich auch um Personen, die in verschiedenen Bereichen herausragten, z.B. im Tourismus die Hoteliersdynastie Bon und der langjährige Direktor der Rigibahn und Regierungsrat Josef Fellmann oder im Bereich der Kunst die Musiker Hans Huber und Alfred Leonz Gassmann, der Militärmusikinstruktor und Blasmusikdirigent Fridolin Bünter, der Landschaftsmaler Jacques Matthias Schenker, die Malerinnen Lisel Burri und Anne-Christine Kalbermatten-Walch sowie der Mundartdichter Josef Zimmermann (Langwylen-Sepp). Einige Personen waren in mehreren Bereichen von Bedeutung, z.B. Kapitän und Politiker Joseph Zimmermann (Reime-Sebi) oder Grosshändler Adolph Brougier, der den nach ihm benannten Park, den Pfarrhof und die erste Ortsplanung (mit-)finanzierte. In der Geschichte der Gemeinde gibt es eine Mehrzahl an Menschen, über die öffentlich weniger bekannt ist als von den bisher erwähnten. Sie wohnen hier alleine oder mit ihrer Familie, arbeiten teilweise in Vitznau und verbringen hier auch ihre Freizeit – etwa als Mitglied in einem Verein. Zuweilen leisten sie zusätzlich Freiwilligenarbeit und tragen damit wesentlich zum Funktionieren der Gemeinde bei.

 

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